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Schlacht um Burg Stettenfels
Brettener Gruppen helfen bei der Verteidigung von Burg Stettenfels
Anno 1504 zog Herzog Ulrich nicht nur gegen Bretten, sondern versuchte seinen
Herrschaftsbereich auch dem Neckar
entlang nach Norden auszudehnen. Hier liegt einige Kilometer südlich der
Stadtgrenze von Heilbronn ngebettet in eine
liebliche Landschaft die Gemeinde Untergruppenbach und über ihr die stattliche
Burg Stettenfels, damals noch
kurpfälzischer Machtbereich.
Anlässlich der 900-Jahrfeier der Gemeinde erging
im vergangenen Jahr nun ein Aufruf an die Bewaffneten aus Brettheim
um Hilfe und Unterstützung für die bedrohte Burg. Den Rahmen für das geplante
Spektakel sollte das in diesem Jahr
auf der Burg stattfindende fünfte mittelalterliche Burgfest abgeben. Unter der
Federführung des Chefs der Brettener
Landsknechte, Peter Beyle, wurde die Teilnahme am Fest für die waffentragenden
Gruppen geplant und organisiert.
Den Brettener Landsknechten hatten sich „Schneeballen“, Männer und Frauen um
Hauptmann Schedel, Bogenschützen
und Marketenderinnen aus der Gruppe „Feldscher“ angeschlossen. Bis zu 120 Aktive
waren im weitläufigen Lager
unterzubringen und zu verpflegen. Damit dies reibungslos funktionieren konnte,
waren schon im Vorfeld Aufgaben definiert
und Verantwortliche benannt worden. Um die Knechte und Marketenderinnen bei
Laune zu halten wurde am offenen Feuer
gebraten und gesotten, der Schankwirt hatte immer genug kühles Bier und andere
erfrischende Getränke vorrätig, also beste
Voraussetzung für eine gute Stimmung im Lager. Nach dem Einbruch der Nacht
konnten dann an der „Fermata Schneeballen“
ein breites Sortiment an „Heilwässern“ gekostet und auf ihre schmerzstillende
sowie stimmungsaufhellende Wirkung hin
getestet werden. Um den zahlreichen Besucher einen direkten Einblick ins
Lagerleben zu ermöglichen war auf eine
„Einzäunung“ weitgehend verzichtet worden, so konnten die Gäste die Waffen und
Ausrüstungen direkt in Augenschein nehmen
und auch im Sinne des Wortes „begreifen“. Die Knechte gaben gerne Auskunft und
erklärten bereitwillig mit viel Geduld die
Funktionen der Waffen.
Mehrmals am Tag gab es Auftritte für die
„Vereinigten Landsknechte“ aus Bretten, bei denen die Besucher das Funktionieren
eines
Landsknechtshauffens direkt erleben konnten. Dabei wurde auch das Zusammenspiel
mit den Handschützen und der Artillerie
demonstriert. Der Höhepunkt für die Brettener war jeweils der mit Pfeifen und
Trommeln angekündigte Angriff auf die Burg,
die nur über eine schmale Brücke zu erreichen ist. Mit viel Lärm, Pulverdampf
und Schlachtgetümmel konnten die Zuschauer
hier einen Eindruck vom Schlachtgeschehen gewinnen.
Die im Jahr 2004 mit dem Tross und den folgenden
gemeinsamen Aktionen intensivierte gruppenübergreifende Zusammenarbeit
hat sich wieder einmal bewährt und Früchte getragen. Das Zusammenleben und
arbeiten im Lager fördert das gegenseitige
Kennenlernen der Gruppen, ohne jede auf ihre Identität verzichten muss. Doch es
funktioniert nur, wenn Personen Verantwortung
gegenüber einem Veranstalter übernehmen und die Mitwirkenden koordinieren. Dafür
ein herzliches Dankeschön an das Team
um Peter Beyle und an das Sudlerteam um Natascha. Die Verpflegung war an allen
drei Tagen hervorragend und hielt die Truppe
in bester Festlaune. Danke! Gerhard Obhof
(Auf das jeweilige Miniaturbild klicken, damit
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