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Hier finden Sie Bilder von der Premiere August von Kotzebues Lustspiel "Die deutschen Kleinstädter" Von Holger Dauer Kotzebues Lustspiel
"Die deutschen Kleinstädter" aus dem Jahr 1803 zählt zu den erfolgreichsten und
Sabine, die schöne und liebenswert-natürliche Tochter des Krähwinkler Bürgermeisters Nikolaus Staar, ist nach längerem Aufenthalt in der nahegelegenen Residenzstadt wieder in ihre kleinstädtische, von ächerlichem Machtdünkel und bornierter Bürokratenherrschaft geprägte Heimat zurückgekehrt. Die Anfangsszenen zeigen sie in ungeduldig-freudiger Erwartung einer Nachricht ihres geliebten Olmers, jenes jungen Mannes, den sie in der Stadt kennengelernt und der ihr versprochen hat, ihr in ihren Heimatort zu folgen, um dort um ihre Hand anzuhalten. Ein kleines Porträt Olmers, das sie stets mit sich führt, gerät versehentlich in die Hände ihrer Großmutter, der Frau Untersteuereinnehmerin Staar; um eine frühzeitige Entdeckung ihrer Liebschaft zu Olmers zu vermeiden, wird sie von Sabine im Glauben gelassen, es handele sich um das Abbild des Königs. Wenige Augenblicke später wird der kleine Marktflecken von der Nachricht aufgeschreckt, auf der Landstraße sei eine Kutsche verunglückt, der einzige Reisegast werde mit schweren Verletzungen in den Ort gebracht. Aufgrund eines sich rasch verbreitenden Gerüchts geht man bei den Honoratioren Krähwinkels davon aus, es müsse sich um eine hochgestellte, vom Minister autorisierte Persönlichkeit handeln, die das Unglück ereilte. In hektischer Eilfertigkeit wird ein festlicher Empfang vorbereitet, zu dem die maßgebende Gesellschaft hinzugebeten wird: die beiden Muhmen Brendel und Morgenrot, Frau Staar, der Vizekirchenvorsteher Staar, Bruder des Bürgermeisters, sowie der Bau-, Berg- und Weginspektorssubstitut Sperling, ein trocken-humorloser, naiv-lebensferner Bürokrat, der sich der Dichtkunst verschrieben hat und der Sabine als Gatte zugedacht ist. Der Fremde, der sich wider Erwarten bester Gesundheit erfreut, entpuppt sich als der von Sabine sehnsüchtig herbeigewünschte Olmers, der freilich von der Großmutter, die sich des Bildnisses erinnert, als König identifiziert wird, der wohl, so ihre Vermutung, inkognito im Lande unterwegs sei. |
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